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Fahrkosten

Was versteht man unter Fahrkosten?

Sie haben in bestimmten Ausnahmefällen die Möglichkeit, dass wir uns an den Fahrkosten beteiligen. Diese werden übernommen, wenn die Fahrt im Zusammenhang mit einer Leistung der Krankenkasse steht, zwingend medizinisch notwendig ist und von einem Arzt oder einer Ärztin verordnet wird. Grundlage bietet der § 60 Sozialgesetzbuch V und die Krankentransportrichtlinie des gemeinsamen Bundesauschusses (G-BA).

Die behandelnde Arztpraxis entscheidet unter Berücksichtigung des medizinischen Einzelfalles, welches Fahrzeug genutzt werden soll. Die Fahrten können zum Beispiel mit den folgenden Transportmitteln erfolgen:

  • öffentliche Verkehrsmittel
  • privater Pkw
  • Taxi oder Mietwagen
  • Behindertentransport
  • Krankentransport- oder Rettungswagen

In welchen Fällen übernimmt die HEK meine Fahrkosten?

Wir übernehmen Ihre Fahrkosten in bestimmten medizinisch begründeten Ausnahmefällen. Diese sind:

  • Notfall-Rettungsfahrten zum Krankenhaus
  • Geplante Fahrten im Krankentransportwagen (KTW), sofern während der Fahrt eine medizinisch fachliche Betreuung oder eine besondere Ausstattung des KTW erforderlich ist, wie beispielsweise ein Beatmungsgerät etc.
  • Fahrten in Verbindung mit stationären Behandlungen
  • Fahrten zu einer ambulanten Operation im Krankenhaus oder in der Arztpraxis, wenn dadurch laut Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) eine aus medizinischen Gründen an sich gebotene voll- oder teilstationäre Krankenhausbehandlung vermieden wird
  • Ausgewählte Fahrten zur ambulanten Behandlung:

    • Fahrten zur ambulanten Dialysebehandlung
    • Fahrten zur onkologischen Chemo- und Strahlentherapie
    • Bei Besitz eines Schwerbehindertenausweis mit den Kennzeichen "aG", "Bl" oder "H"
    • Bei Einstufung in den Pflegegrad 3, 4 oder 5 (für den Pflegegrad 3 ist es notwendig, dass zusätzlich eine dauerhafte Beeinträchtigung der Mobilität ärztlich bestätigt wird).

Ist vor Fahrtantritt eine Genehmigung erforderlich?

Ihre Fahrt zur ambulanten Behandlung ist von uns im Voraus zu genehmigen. Reichen Sie dazu bitte das Muster 4 - Verordnung für Krankenbeförderung bei uns per Service-App, E-Mail oder per Post ein. Die Verordnung wird durch die Arztpraxis ausgestellt. Auch die Fahrten mit dem privaten Pkw und den öffentlichen Verkehrsmitteln werden im Voraus bei uns beantragt und genehmigt.

  • Eine Genehmigung der Fahrt zur ambulanten Behandlung ist nicht erforderlich, wenn Sie
    einen Schwerbehindertenausweis mit den Kennzeichen „aG“, „Bl“ oder „H“ besitzen und/oder
  • eine Einstufung in den Pflegegrad 3, 4 oder 5 besitzen (für den Pflegegrad 3 ist es notwendig, dass zusätzlich eine dauerhafte Beeinträchtigung der Mobilität ärztlich bestätigt wird).

Die Fahrt mit einem Krankentransportwagen (KTW) ist jedoch in jedem Fall genehmigungspflichtig, auch wenn Sie eines der oben genannten Merkzeichen besitzen.

Auch Verlegungsfahrten werden bei bestätigter medizinischer Notwendigkeit im Voraus durch uns genehmigt.

Wie werden meine Fahrten abgerechnet?

Nach Genehmigung und Durchführung der Fahrt erfolgt die Abrechnung. Diese kann bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und dem privaten Pkw direkt durch uns erfolgen. Je gefahrenen Kilometer mit ihrem privaten Pkw erstatten wir 0,20 Euro. Reichen Sie dazu bitte die Quittung und Bescheinigung der behandelnden Arztpraxis über die Behandlungstage per Service-App, E-Mail oder per Post ein.

Damit Ihnen bei Fahrten mit dem Taxi oder Behindertentransport keine unnötigen Kosten und Aufwände entstehen, händigen Sie dem Transportunternehmen unsere Bewilligung inklusive einer Bescheinigung der behandelnden Arztpraxis über ihre Behandlungstage aus. Das Transportunternehmen kann anschließend direkt mit unserem Abrechnungsdienstleister DAVASO abrechnen.

Habe ich für meine Fahrten eine gesetzliche Zuzahlung zu leisten?

Ja, Versicherte zahlen eine Zuzahlung für die Fahrten. Die Zuzahlung beträgt 10 Prozent der Fahrkosten, mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro je einfache Fahrt, jedoch nicht mehr als die tatsächlich anfallenden Kosten.

Die Zuzahlungen werden auch für Kinder und Jugendliche geleistet. Bei Fahrten im Zusammenhang mit stationären Behandlungen oder mit stationsersetzenden ambulanten Operationen zahlen Versicherte für die erste und letzte Fahrt eine Zuzahlung.

Was bedeutet "nächsterreichbare Behandlungsstätte"?

Wir können die Fahrkosten nur bis zur nächsterreichbaren Behandlungsstätte übernehmen. Dies ist eine Arztpraxis oder ein Klinikum in ihrer unmittelbaren Wohnortnähe, welche die Behandlung durchführen kann. Die anfallenden privaten Mehrkosten zu einer entfernteren Arztpraxis können wir leider nicht übernehmen. Diese tragen Sie selbst.

An welches Transportunternehmen kann ich mich wenden?

Sie können sich an alle Transportunternehmen in ihrer Umgebung wenden. Diese rechnen dann direkt mit uns ab, sodass Ihnen keine Kosten und Aufwände entstehen.

Im Zweifelsfall wenden Sie sich gern an uns und wir helfen Ihnen bei der Suche.

Brauche ich eine Verordnung und wer stellt mir diese aus?

Um die Fahrten mit uns abrechnen zu können, benötigen Sie eine Fahrkostenverordnung. Die Verordnung für eine Krankenbeförderung nach dem Muster 4 erhalten Sie in Ihrer behandelnden Arztpraxis und reichen diese bei uns zur Genehmigung ein.

Eine Genehmigung der Fahrt zur ambulanten Behandlung ist nicht erforderlich, wenn Sie

  • einenSchwerbehindertenausweis mit den Kennzeichen "aG", "Bl" oder "H" besitzen und/oder
  • eine Einstufung in den Pflegegrad 3,4 oder 5 besitzen (für den Pflegegrad 3 ist es notwendig, dass zusätzlich eine dauerhafte Beeinträchtigung der Mobilität ärztlich bestätigt wird).
Wie gehe ich vor, wenn ich eine Verordnung für eine Serienfahrt habe?

Auch Fahrten mit dem privaten Pkw zur Serienfahrt sind im Voraus von uns zu genehmigen. Schreiben Sie uns dazu gern eine Nachricht mit dem Fahrdatum und Behandlungsstätte sowie der aktuellen Verordnung über die HEK-Service-App oder per E-Mail.

 

Ich werde bald im Krankenhaus stationär behandelt. Kann ich dort mit dem Taxi hinfahren?

Wir übernehmen die Kosten zu stationären Aufenthalten, wenn die damit verbundenen Fahrten medizinisch notwendig sind. Ihre Arztpraxis stellt Ihnen eine entsprechenende Verordnung aus, welche Sie dem Taxiunternehmen aushändigen können. Dieses rechnet anschließend direkt mit unserem Abrechnungsdienstleister DAVASO ab.

Werden meine Parktickets erstattet, wenn ich mit dem privaten Pkw fahre?

Ihre Parktickets können wir Ihnen leider nicht erstatten. Die anfallenden Parkkosten tragen Sie selbst.