FAQ zur Gesundheitsakte smarthealth

FAQ zur Gesundheitsakte smarthealth

FAQ HEK smarthealth - Allgemein

Was ist die elektronische Gesundheitsakte (eGA)?

Die elektronische Gesundheitsakte (eGA) ist ein sicherer und digitaler Service, über den Versicherte der HEK, ihre persönlichen Gesundheitsdaten zentral speichern und verwalten können. Versicherte haben mit der eGA unabhängig von Zeit und Ort Zugriff auf ihre Gesundheitsdaten wie Impf- und Vorsorgedaten, Arzt- und Zahnarzttermine, Medikamentendaten und wichtige Dokumente wie z.B. Arztbriefe. Die Einsicht in die eigenen Gesundheitsdaten oder ärztliche und zahnärztliche Leistungsabrechnungen erhöhen die Transparenz für die Versicherten.

Die eGA wird auf dem deutschen Gesundheitsmarkt von mehreren Herstellern angeboten. Die HEK hat sich für den Anbieter IBM Deutschland GmbH entschieden und das Produkt auf den Namen smarthealth getauft. Entsprechend wird smarthealth über die IBM Deutschland GmbH bereitgestellt und auf deutschen Servern abgelegt. Der Kunde bleibt bei der IBM Deutschland GmbH anonym.

 

 

Welchen Nutzen habe ich als Versicherter davon?

Der Versicherte kann orts- und zeitunabhängig auf alle seine Gesundheitsinformationen der vergangenen Jahre zugreifen. Er hat erstmals die Möglichkeit alle relevanten Gesundheits- und Krankheitsdaten zu jedem Zeitpunkt und von jedem Ort (Netzverbindung vorausgesetzt) abzurufen. Eine gute Informationsbasis ist das A und O in der medizinischen Versorgung.

Muss ich die HEK Service-App nutzen?

Die smart Version ist Voraussetzung um smarthealth nutzen zu können.

Wie viel Speicherplatz hat der Kunde in seiner eGA Applikation?

Jedem Kunden wir ein Speicherplatz von 1 GB in der Applikation geboten.

Was kostet die Nutzung?

Die Nutzung von smarthealth ist für Versicherte der HEK kostenlos.

Kann ich die Gesundheitsdaten meiner Kinder auch in der Akte verwalten?

In der aktuellen Ausbaustufe ist das nicht möglich. Kinder können die Akte ab dem vollendeten 17. Lebensjahr nutzen. Es ist aber perspektivisch ein Familienzugriff geplant.

Kann ich die Akte auch ohne HEK-Mitgliedschaft nutzen?

Nein, da der Zugang und die Verifizierung über die HEK Service-App sichergestellt wird. Bei Kündigung der HEK Mitgliedschaft hat der Kunde noch 3 Monate nach dem letzten Mitgliedschaftstag Zugang zur HEK Service App und 1 Monat Zugang zu smarthealth.

Kann ein Dritter (Betreuer, Familienmitglied, etc.) smarthealth für einen pflegebedürftigen Versicherten eröffnen und verwalten?

Nein, das ist nicht möglich.

FAQ HEK smarthealth - Anzeige von Daten

Welche Gesundheitsdaten können über smarthealth bei der HEK angefordert werden?

Es können die Arztdaten (inkl. Impfdaten), Zahnarztdaten und die Medikamentendaten angefordert werden. 

Es ist zu berücksichtigen, dass wir aufgrund der Verjährungsfristen, bei den Arzt - & Zahnarztdaten die Behandlungen der letzten 4 Jahre übergeben und bei den Medikamentendaten, die der letzten 6 Jahre.

Hinweis: Bei den gesetzlichen Krankenkassen bestehen zeitlich festgelegte Abrechnungsprozesse mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KBV). Das hat zur Folge, dass Abrechnungsdaten für Gesundheitsleistungen erst nach 6 bis 9 Monaten bei der HEK vorliegen. Die Daten in smarthealth können demzufolge auch erst zu diesem Zeitpunkt aktualisiert werden.

Wie lange dauert es, bis meine Daten von der HEK in smarthealth angezeigt werden?

Da die Ver- und Entschlüsselung der Daten auf dem Gerät durchgeführt wird, kann es, je nach verfügbarer Bandbreite des Netzes und Leistungsfähigkeit des Smartphones, zu Verzögerungen bei der Anzeige der Daten kommen. Im Durchschnitt sollten die Daten nach 6 Minuten angezeigt werden. Eine Verkürzung der Wartezeit auf ca. 1 Minute ist in Umsetzung.

Wie kommen Daten in meine Akte?
  • Manuelle Erfassung
  • Daten Anforderung von Arzt -, Zahnarzt -, Medikamenten und Impfdaten von der HEK
  • KV - Connect
Was ist KV - Connect?

KV-Connect ist ein etablierter Dienst der KV Telematik (Verknüpfung von Kommunikation und IT). Leistungserbringer wie Ärzte, Psychotherapeuten sowie Krankenhäuser nutzen die Schnittstelle von KV-Connect seit Jahren für den sicheren Datenaustausch. Die Funktion ist in nahezu jedem Arztinformationssystem (AIS) bereits verfügbar. Die KV-Connect-Schnittstelle ist auch für den Datenaustausch zwischen Versicherten und Ärzten geöffnet. Über die KV-Connect-Schnittstelle für Mobilgeräte können Ärzte Dokumente z.B. Arztbriefe sicher an Versicherte verschicken. Voraussetzung hierfür ist die Nutzung einer eGA durch den Versicherten (bei der HEK smarthealth). Der Betreiber einer eGA (bei der HEK die IBM) muss dazu für das sogenannte sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (SNK) zertifiziert sein. IBM ist zertifiziert und bietet Versicherten entsprechend über die eGA die Schnittstelle von KV-Connect an.

Wie kann ich Unterlagen aus der Akte dem Arzt zur Verfügung stellen?

In der aktuellen Version ist das noch nicht möglich. Eine entsprechende Schnittstelle ist in Planung.

Was passiert mit meinen Daten, wenn ich die Krankenkasse wechsel?

Sobald ein Nutzer von smarthealth seine Mitgliedschaft kündigt, hat er noch 3 Monate Zugriff auf seine eGA und kann die gespeicherten Daten exportieren. Eine Übermittlung der Gesundheitsdaten von einer eGA der HEK zur eGA der neuen Krankenkasse ist nicht möglich.

Kann ich Daten von smarthealth direkt der HEK übermitteln?

Nein, das ist aktuell nicht möglich.

Sind meine Daten mit dem Bonusprogramm verknüpft?

Nein, das ist aktuell nicht möglich.

FAQ HEK smarthealth - Registrierung

Wie aktiviere ich meine Gesundheitsakte?

 

Voraussetzung: Der Kunde hat sich erfolgreich in der HEK Service-App registriert und authentifiziert.

In der Service-App findet der Kunde den Absprung zu smarthealth. Der Absprung führt zu einer Erklärfolie woraufhin der Kunde über den Button "JETZT FREISCHALTEN" den mehrstufigen Freischaltprozess startet.

Warum über die HEK Service-App in smarthealth einsteigen?

Über die HEK Service-App identifiziert sich der Kunde eindeutig als HEK-Versicherter und damit als Zugangsberechtigter.

Welche Daten sind für die Freischaltung notwendig?

Folgende Informationen werden von der HEK an smarthealth übermittelt und gespeichert: 

  • Vor- und Nachname
  • Versicherungsnummer
  • Technische Referenznummer

Bei der Registrierung wird IBM-seitig eine zusätzliche eGA-Kundennummer erstellt. Nur die technische Referenznummer kann von der IBM gelesen werden und dient der eindeutigen Zuordnung, damit der Zugriff des Versicherten auf seine persönliche eGA sichergestellt ist.

FAQ HEK smarthealth - Sicherheit

Wer entscheidet darüber, was gespeichert wird oder wer die Daten sehen kann?

Ausschließlich der Versicherte!

Er ist der Souverän seiner Daten und hat entsprechend die alleinige Hoheit über seine sensiblen Daten. Da nur er den Sicherheitsschlüssel zur Ver- / Entschlüsselung auf seinem Mobilgerät hat, ist dieses auch technisch sichergestellt.

Wo liegen meine Daten ab?

Die Daten jedes Users werden auf dem deutschen Server der IBM Deutschland GmbH gespeichert. Diese Daten und ihre Transportwege sind Ende-zu-Ende verschlüsselt und somit kann nur der Versicherte selbst seine Daten entschlüsseln. Niemand anderes hat Zugriff auf die Daten!

Was ist der Sicherheitsschlüssel?

Der Sicherheitsschlüssel wird bei der erstmaligen Freischaltung von smarthealth vergeben und wird für die Neuinstallation der App benötigt z. B. bei einem Gerätewechsel oder Geräte Verlust. Der Sicherheitsschlüssel muss in die App eingegeben werden, damit sowohl Ver- als auch Entschlüsselung wieder funktionieren. Nur auf diese Weise können die in der eGA verschlüsselt gespeicherten Daten wieder angezeigt werden. Kann der Sicherheitsschlüssel nicht eingegeben werden, etwa aufgrund von Verlust, können die Daten nicht entschlüsselt werden. 

Der Sicherheitsschlüssel ist einmalig. Die Wiederherstellung der Sicherheitsinformationen ist nur mit ihm möglich. Deshalb sollte dieser Schlüssel, der sowohl als Text als auch in Form eines QR-Codes erzeugt wird, sorgfältig aufbewahrt werden; idealerweise unabhängig vom Smartphone selbst. Aus Sicherheitsgründen gibt es keine Option zur Wiederherstellung des Schlüssels. Während der Nutzung der eGA können Sie sich Ihren Sicherheitsschlüssel unter Einstellungen anzeigen lassen und speichern.

Was muss bei einem Smartphone-Wechsel beachtet werden?

 

Der Kunde muss sich zunächst mit der HEK Service-App neu identifizieren. Anschließend muss er auf dem Mobilgerät smarthealth neu freischalten. Dazu ist der Sicherheitsschlüssel, den er separat speichert, zwingend erforderlich.

FAQ HEK smarthealth - Vertragspartner & Kündigung

Wer bietet die Gesundheitsakte smarthealth an?

 

Die HEK stellt ihren Kunden, in der HEK Service-App den Absprung in die elektronische Gesundheitsakte der IBM Deutschland GmbH bereit. Somit schließt der Kunde, wenn er smarthealth nutzen möchte, einen Vertrag mit der IBM Deutschland GmbH. Ein Vertragsabschluss mit IBM Deutschland erfolgt, wenn der Kunde die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) sowie die Datenschutzerklärung bestätigen und er die Übermittlung seiner Profildaten beauftragt. Die AGB und die Datenschutzerklärung können unter dem Menüpunkt "Informationen" in der Gesundheitsakte nachgelesen werden.

Sind die Daten eines Kunden Eigentum der IBM?

Nein. Die Daten gehören ausschließlich dem Kunden. Niemand außer ihm kann die Daten lesen und kann darüber verfügen, da alle Inhalte verschlüsselt sind und nur mit einem technischen Schlüssel, der auf seinem Smartphone liegt, lesbar gemacht werden können.

Ich bin Vertragspartner von IBM. Weiß die IBM, wer ich bin?

Nein. Da die Zugangsberechtigung zur Gesundheitsakte über die HEK Service-App läuft, bleiben Sie als Kunde gegenüber IBM anonym. Alle Daten, die von der HEK übertragen werden, sind inhaltlich verschlüsselt. Nur Sie besitzen den Schlüssel zur Entschlüsselung auf Ihrem Mobilgerät.

Wie lange kann ich die Akte nutzen?

Sollte der Kunde über zwölf Monate nicht auf die eGA zugreifen, werden die Daten noch weitere zwölf Monate gespeichert. Danach wird die Akte gelöscht. 

Wenn die HEK Versicherung endet, hat der Kunde noch 3 Monate Zugriff auf die HEK Service App und 1 Monat auf die elektronische Gesundheitsakte bzw. smarthealth.

Wer kann die Daten in der eGA Applikation sehen?

Daten und Transportwege in der eGA sind Ende-zu-Ende verschlüsselt. Das bedeutet, dass niemand außer dem Versicherten selbst die Daten entschlüsseln kann. Dadurch ist auch nur der Versicherte in der Lage, seine Daten zu sehen. Aus technischen Gründen werden lediglich bestimmte Daten wie z. B. die technische Referenznummer oder die eGA-Kundennummer nicht verschlüsselt gespeichert, da sonst keine technisch eindeutige Zuordnung von Versicherten und eGA-Konto möglich wäre.

Selbst im äußerst unwahrscheinlichen Fall eines Datendiebstahls oder Datenverlustes, z. B. durch kriminelle Aktivitäten wie Hacking, sind die Daten für Dritte nicht lesbar, weil diese nach anerkannten und branchenerprobten Verschlüsselungsverfahren gesichert sind.

Wie kann ich smarthealth kündigen?

In der smarthealth Applikation kann der Kunde im Menü unter "Vertrag" die Gesundheitsakte kündigen. Es wird ihm angeboten die Daten zu exportieren. Anschließend werden die Daten unwiederbringlich gelöscht.