Informationen für pflegebedürftige Versicherte

Beratungseinsätze

Pflegegeldempfangende sind in der Zeit vom 01.03.2022 bis zum 30.06.2022 von der Pflicht befreit, einen häuslichen Beratungsbesuch durchführen lassen zu müssen. Eine freiwillige Inanspruchnahme ist möglich.

Bis zum 30.06.2022 können Beratungsbesuche telefonisch, digital oder per Videokonferenz erfolgen, wenn die Pflegebedürftigen dies wünschen.

Adressen von Pflegediensten finden Sie hier.

Pflegebegutachtungen per Telefoninterview

Erstanträge und Höherstufungsanträge auf einen Pflegegrad werden weiterhin begutachtet. Um das Infektionsrisiko zu minimieren, können die Begutachtungen bis zum 30.06.2022 im Rahmen eines Telefoninterviews erfolgen.

Der Medizinische Dienst wird Ihnen zur Vorbereitung auf das Telefonat einen Fragebogen zusenden. Anschließend sendet der Medizinische Dienst uns das Pflegegutachten und wir informieren Sie über den ermittelten Pflegegrad.

Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel

Der monatliche Zuschuss für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel war für die Zeit vom 01.04.2020 bis zum 31.12.2021 erhöht auf 60 Euro monatlich. Ab 01.01.2022 beträgt er wieder 40 Euro.

Den höheren Anspruch werden wir bei der Rechnungsbearbeitung beachten.

Entlastungsleistung im Pflegegrad 1 - Ausweitung der nutzbaren Angebote

Pflegebedürftige Versicherte im Pflegegrad 1, die sich in häuslicher Pflege befinden, können den Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich auch für Hilfen außerhalb der landesrechtlichen Regelungen nutzen, beispielsweise für haushaltsnahe Dienstleistungen. Dies gilt zeitlich befristet bis zum 30.06.2022.

Unterstützung für Angehörige

Beschäftigte können bis zu 20 Arbeitstage der Arbeit fernbleiben, sofern dies erforderlich ist, um für einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen eine bedarfsgerechte Pflege zu organisieren oder die pflegerische Versorgung in dieser Zeit sicherzustellen. Der Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld wird dementsprechend auch auf bis zu 20 Tage ausgedehnt. Dies gilt zeitlich befristet bis zum 30.06.2022.

Zudem werden Flexibilisierungen im Pflegezeitgesetz und Familienpflegezeitgesetz vorgenommen, sofern eine längere teilweise oder vollständige Freistellung von der Arbeit erforderlich ist.