FAQ's Versicherung & Beiträge

Freiwillige Versicherung

Wie hoch sind die Beiträge zur freiwilligen Versicherung?

Es gibt eine gesetzliche Mindestbemessungsgrenze (2022: 1.096,67 Euro) und eine gesetzliche Höchstbemessungsgrenze (2022: 4.837,50 Euro).
Auch wenn Ihre Einnahmen unterhalb der Mindestbemessungsgrenze liegen, zahlen Sie den Mindestbeitrag zur freiwilligen Versicherung. Dieser beträgt im Kalenderjahr 2022 monatlich 167,79 Euro zur Krankenversicherung und 33,45 zur Pflegeversicherung. Liegen Ihre Einnahmen über der Höchstbemessungsgrenze, berechnen wir Ihre Beiträge aus der Höchstbemessungsgrenze in Höhe von 4.837,50 Euro (2022). Die Höchstbeiträge liegen bei monatlich 740,14 Euro zur Krankenversicherung und
147,54 Euro zur Pflegeversicherung. Kinderlose ab dem 23. Lebensjahr zahlen einen Pflegeversicherungszuschlag von 0,35 Prozent. Der monatliche Pflegeversicherungsbeitrag beläuft sich auf mindestens 37,29 Euro und maximal 164,48 Euro.

Warum gibt es einen Auffüllbetrag?

Der Auffüllbetrag ist die Differenz zwischen Ihren Einnahmen und der Mindestbemessungsgrenze. Dieser wird lediglich berechnet, sofern Ihre Einnahmen die Mindestbemessungsgrenze von 1.096,67 Euro (2022) unterschreiten.

Welche Unterlagen werden für eine freiwillige Versicherung benötigt

Wir benötigen einen Antrag auf freiwillige Versicherung sowie entsprechende Einkommensnachweise, welche die Höhe Ihrer Einkünfte belegen.

Klicken Sie hier, um sich eine Auflistung der benötigten Einkommensnachweise anzeigen zu lassen. 

Sofern Sie uns bisher noch nicht Ihre Elterneigenschaft nachgewiesen haben, reichen Sie uns bitte zusätzlich die Geburtsurkunde Ihres Kindes ein.

Werden die Einkünfte meines Ehepartners oder Lebenspartners auch berücksichtigt?

Sofern Ihr Ehepartner oder Lebenspartner nicht gesetzlich krankenversichert ist, setzen sich die beitragspflichtigen Einnahmen aus Ihren eigenen Einnahmen und den Einnahmen Ihres Ehepartners oder Lebenspartners zusammen. Für die Beitragsbemessung werden zuerst Ihre eigenen Einnahmen und danach die Einnahmen des Ehepartners oder Lebenspartners herangezogen. Die Beiträge werden aus der Hälfte der Summe dieser Einnahmen, mindestens jedoch aus 1.096,67 Euro und höchstens aus 2.418,75 Euro berechnet.

Wann sind die Beiträge fällig?

Die Beiträge sind jeweils zum 15. des Folgemonats fällig

Können die Beiträge auch abgebucht werden?

Sie können uns selbstverständlich ein SEPA-Lastschriftmandat ausfüllen. Klicken Sie hier, um uns für den Einzug Ihrer Beiträge zu ermächtigen. Die Beiträge werden jeweils zum 15. des Folgemonats eingezogen.

Auf welches Konto sollen die Beiträge überwiesen werden?

Unsere Bankverbindung zur Überweisung Ihrer Beiträge lautet.

Hamburger Sparkasse - IBAN: DE64 2005 0550 1045 1301 33
BIC: HASPDEHHXXX

Als Verwendungszweck nutzen Sie bitte Ihre Versichertennummer. 

Allgemeine Informationen

  • Änderung der Einkünfte:

    • Bitte denken Sie daran, uns umgehend über die Änderungen Ihrer Einkommensverhältnisse zu informieren. Sie können damit Beitragsnachforderungen vermeiden.

  • Einkommensteuerbescheide: 
    •  „Welche Seiten benötigen Sie vom Einkommensteuerbescheid?“ Bitte reichen Sie uns Ihren vollständigen Einkommensteuerbescheid von der ersten bis zur letzten Seite ein.

  • Beitragsreduzierungen: 

    •  „Kann ich meinen aktuell zu zahlenden Beitrag reduzieren, wenn ich Gewinneinbrüche zu verzeichnen habe?“ Sofern Ihr Arbeitseinkommen um mehr als 25 Prozent des über den aktuellsten Einkommensteuerbescheid zuletzt festgestellten Arbeitseinkommens gesunken ist, kann eine Beitragsermäßigung erfolgen.

Familienversicherung

Welche Angehörigen können kostenfrei mitversichert werden?
  • Ehepartner oder Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz,
  • leibliche und adoptierte Kinder,
  • Kinder familienversicherter Kinder,
  • Stiefkinder und Enkel, die im Haushalt des Hauptversicherten leben oder für deren Lebensunterhalt der Hauptversicherte sorgt,
  • Pflegekinder, sofern sie nicht beruflich gepflegt werden.
Welche Einkommensgrenzen gelten für die Familienversicherung und welche Einnahmen sind relevant?

Die kostenfreie Familienversicherung ist möglich, solange das monatliche Gesamteinkommen des mitversicherten Angehörigen nicht mehr als 470 Euro beträgt (Wert für 2022). Bei einem Minijob steht der Familienversicherung nichts im Wege, solange das monatliche Arbeitsentgelt nicht höher als 450 Euro ist.

Zum Gesamteinkommen zählen alle Einkünfte im Sinne des Einkommensteuergesetzes, insbesondere Arbeitsentgelt und der Gewinn aus selbstständiger Tätigkeit. Darüber hinaus gehören beispielsweise auch Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, Einnahmen aus Kapitalvermögen, gesetzliche Renten, Versorgungsbezüge, Betriebsrenten, sonstige Renten oder Abfindungen bei Verlust des Arbeitsplatzes zum Gesamteinkommen.

Ist der Ehepartner oder Lebenspartner des Hauptversicherten nicht gesetzlich krankenversichert und mit den familienversicherten Kindern verwandt, ist sein monatliches Gesamteinkommen ebenfalls relevant: Die Familienversicherung für die Kinder ist möglich, solange sein monatliches Gesamteinkommen nicht höher als 5.212,50 Euro ist (Wert für 2022). Zuschläge, die mit Rücksicht auf den Familienstand gezahlt werden, bleiben hier unberücksichtigt.

Welche Altersgrenzen gelten für familienversicherte Kinder?

Kinder können grundsätzlich bis zum 23. Geburtstag familienversichert werden, wenn sie nicht erwerbstätig sind. Befinden sie sich in Schul- oder Berufsausbildung, ist die Familienversicherung bis zum 25. Geburtstag möglich.

Hat sich die Schul- oder Berufsausbildung durch einen Wehr- oder Freiwilligendienst verzögert, verlängert sich der Anspruch auf Familienversicherung über den 25. Geburtstag hinaus um die Dauer des Dienstes.

Dauerhaft familienversichert bleiben Kinder, wenn sie auch als Erwachsene aufgrund einer Behinderung nicht selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können. Voraussetzung ist, dass die Behinderung innerhalb der Altersgrenzen für die Familienversicherung eingetreten ist.

Wann endet die Familienversicherung?

Grundsätzlich endet die Familienversicherung, wenn die Voraussetzungen nicht mehr vorliegen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn das monatliche Gesamteinkommen des familienversicherten Angehörigen oder Ihres nicht gesetzlich versicherten Ehepartners zu hoch ist, wenn die Altersgrenze erreicht wird oder Ihre eigene Mitgliedschaft endet.

Ich habe geheiratet. Kann mein Ehepartner oder Lebenspartner über mich familienversichert werden?

Wir können Ihren Ehepartner oder Lebenspartner familienversichern, wenn

  • sein monatliches Gesamteinkommen nicht mehr als 470 Euro (Wert für 2022) beträgt und/oder sein Arbeitsentgelt aus seinem Minijob nicht höher als 450 Euro ist,
  • er nicht krankenversicherungsfrei oder von der Krankenversicherungspflicht befreit ist,
  • er nicht hauptberuflich selbstständig ist,
  • er seinen gewöhnlichen Aufenthalt oder Wohnsitz in Deutschland hat und
  • keine Versicherungspflicht besteht, die Vorrang vor der Familienversicherung hat. Versicherungspflicht besteht beispielsweise, wenn sein monatliches Arbeitsentgelt höher als 450 Euro ist, wenn er Arbeitslosengeld I oder Arbeitslosengeld II erhält oder er eine gesetzliche Rente bezieht und die Voraussetzungen für die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) erfüllt.
Mein Ehepartner oder Lebenspartner ist nicht gesetzlich krankenversichert. Kann unser Kind trotzdem kostenfrei familienversichert werden?

Ist Ihr Ehepartner oder Lebenspartner nicht gesetzlich krankenversichert und leiblicher Elternteil Ihres Kindes, ist die Familienversicherung möglich, solange sein monatliches Gesamteinkommen 5.212,50 Euro (Wert für 2022) nicht übersteigt. Zum Gesamteinkommen zählen alle Einkünfte im Sinne des Einkommensteuergesetzes, insbesondere Arbeitsentgelt und der Gewinn aus selbstständiger Tätigkeit. Darüber hinaus gehören beispielsweise auch Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, Einnahmen aus Kapitalvermögen, gesetzliche Renten, Versorgungsbezüge, Betriebsrenten, sonstige Renten oder Abfindungen bei Verlust des Arbeitsplatzes zum Gesamteinkommen. Zuschläge, die mit Rücksicht auf den Familienstand gezahlt werden, bleiben hier unberücksichtigt.

Bin ich während meines Studiums immer kostenfrei familienversichert?

Während Ihres Studiums können Sie bis zu Ihrem 25. Geburtstag über Ihre Eltern oder dauerhaft über Ihren Ehepartner oder Lebenspartner familienversichert sein, wenn alle weiteren Voraussetzungen für die Familienversicherung vorliegen.

Üben Sie nebenbei eine Werkstudentenbeschäftigung oder ein Praktikum aus, darf das Entgelt aus dieser Beschäftigung die Einkommensgrenze für die Familienversicherung von monatlich 470 Euro (2022) nicht übersteigen. Üben Sie eine geringfügige Beschäftigung (Minijob) aus, steht der Familienversicherung nichts im Wege.

Weitere Informationen zur Krankenversicherung während Ihres Studiums finden Sie hier.

Warum wird die Familienversicherung meiner Angehörigen so oft überprüft?

Wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, einmal jährlich zu überprüfen, ob die Voraussetzungen für die kostenfreie Familienversicherung weiterhin vorliegen. Beim folgenden Personenkreis kann die Überprüfung alle drei Jahre vorgenommen werden:

  • Kinder ohne Einkommen bis zum 15. Geburtstag*
  • Studierende ohne Einkommen*
  • Ehepartner oder Lebenspartner ab dem 65. Geburtstag
  • Familienangehörige, die Pflegeleistungen erhalten*

* Ist Ihr Ehepartner oder Lebenspartner nicht gesetzlich krankenversichert und leiblicher Elternteil Ihrer familienversicherten Kinder, haben wir die Prüfung ebenfalls einmal jährlich vorzunehmen.