HEK: Gegen Bürgerversicherung
HEK zu Plänen von SPD, Grünen, Linken und DGB
Hamburg, 04. Februar 2011 – Gegen die Pläne von SPD, Grünen, Linken und DGB für eine sogenannte Bürgerversicherung hat sich die HEK - Hanseatische Krankenkasse ausgesprochen. Eine Bürgerversicherung, in die alle Bürger mit sämtlichen Einkommensarten (Zinsen, Mieten) einbezogen werden, bedeutet in Wahrheit die Einführung einer Vermögenssteuer und den direkten Weg zur Einheitskasse. Es ist völlig unverständlich, wieso die Einbeziehung von bislang privat versicherten Angestellten, Selbständigen und Beamten in ein einheitliches Versicherungssystem zu Einsparungen im Gesundheitswesen führen soll. Sind etwa Beamte seltener krank als die übrigen Bundesbürger?
Horst Wittrin (Vorsitzender des Verwaltungsrates der HEK): „Eine Bürgerversicherung ist eine Mogelpackung und löst keines der Probleme unseres Gesundheitswesens.“ Es sei ein Irrglaube, den Herausforderungen des demografischen Wandels und des medizinischen Fortschritts könne man durch Zentralisierung und Vereinheitlichung begegnen. Nicht durch die Ausschaltung des Wettbewerbs, sondern nur durch mehr Wettbewerb lasse sich die hohe Qualität des deutschen Gesundheitswesens und die freie Arzt-, Therapie- und Kassenwahl dauerhaft sichern.
Mit ihren gesundheitspolitischen Entscheidungen des vergangenen Jahres habe die Bundesregierung dazu einen ersten Schritt in die richtige Richtung getan. Um den Wettbewerb unter den Krankenkassen zu stärken, müssten ihm jetzt weitere folgen. Zum Beispiel seien Änderungen im Finanzausgleich der Krankenkassen, dem Morbi- RSA, unerlässlich, um allen Krankenkassen die gleichen Wettbewerbschancen zu geben. Zentraler Punkt hierbei sei, dass Krankenkassen mit hohen Mitgliederanteilen in Metropolregionen auch höhere Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds erhalten sollten.
Die HEK ist eine bundesweit tätige Krankenkasse. In 28 Kundenzentren und mehr als 300 Servicestellen betreut sie 276.500 Mitglieder und 381.000 Versicherte. Das Haushaltsvolumen beträgt rund 860 Mio. Euro.
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