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Fehlhaltung: Mit einem Test können Sie schnell feststellen, ob Sie möglicherweise unter einer Fehlhaltung leiden. Stellen Sie sich mit dem Rücken an eine Wand und kontrollieren Sie die Berührungspunkte. Normale Haltung: Sie berühren die Wand mit Po, Schultern und Hinterkopf. Hohlkreuz: Kontaktpunkte Po und Schultern. Die Ursache ist oft eine Haltungsschwäche. Rundrücken: Kontaktpunkte Po und Rücken. Resultiert aus einer starken Krümmung der Brustwirbelsäule. Flachrücken: Kontaktpunkte Kopf, Schulter, Rücken und Po. Die Wirbelsäule ist kaum gekrümmt. Behandlung: In allen Fällen ist eine kräftige, stabilisierende Muskulatur besonders wichtig.
Belastungsrückenschmerz: Die häufigste Ursache ist eine Kombination aus Bewegungsmangel, Fehlbelastung und Stress. Symptome: Ein Röntgenbild zeigt meistens keine schwerwiegenden Veränderungen, trotzdem ist die Muskulatur total verspannt und reagiert sehr empfindlich auf Druck. Behandlung: Im akuten Stadium verschreibt der Arzt meist Schmerzmittel, dazu Wärme und Krankengymnastik. Langfristig helfen Ausdauersport und gezieltes Rückentraining.
Hexenschuss: Eine akute Blockierung von Wirbelgelenken und daraus folgende Muskelverspannungen. Der Auslöser: Fehlhaltungen, abgenutzte Wirbelsäulengelenke, muskuläre Defizite. Symptome: ein plötzlicher stechender Schmerz zwischen unterem Rippenbogen und Gesäß, der meistens durch eine falsche Bewegung ausgelöst wird. Behandlung: sofortige Ruhigstellung. Der Arzt verschreibt Medikamente gegen die Schmerzen. Muskelentspannung durch Wärme, spätere Krankengymnastik, eventuelle Gewichtsreduktion und das Erlernen rückengerechten Verhaltens sind wichtig.
Bandscheibenvorfall: Durch Alterung und Fehlbelastung verlieren die Bandscheiben an Elastizität. Bei einer ungewohnten oder zu starken Beanspruchung des Rückens kann der gallertartige Kern hervortreten und auf die Nervenstränge des Rückenmarkkanals drücken. Symptome: heftige Schmerzen, Bewegungseinschränkung, Verkrampfung der Muskulatur. Oftmals ist die untere Lendenwirbelsäule betroffen. Deshalb kann Ischiasschmerz auf einen Bandscheibenvorfall hinweisen. Behandlung: Eine Operation ist nach einem Vorfall nicht immer nötig, manchmal helfen auch schon Krankengymnastik und Elektrotherapie. Auf jeden Fall ist ein Arztbesuch notwendig.
Ischialgie: Betrifft meistens die untere Lendenwirbelsäule. Symptome: Ein ziehender Schmerz, der manchmal bis in die Zehen geht, wird durch den Druck auf die Nervenwurzeln ausgelöst. Häufig durch eine vorgewölbte Bandscheibe. Behandlung: sofortige Ruhigstellung. Der Arzt verschreibt Medikamente, welche die Muskeln entspannen.
Schiefhals: Auslöser können falsche Schlafpositionen sein, Zugluft oder eine abrupte Bewegung. Die Folge: Blockierung der Zwischenwirbelgelenke und Verspannungen. Symptome: Schmerz bei Bewegungen, eventuell Schwindel, Unwohlsein, Ohrengeräusche, migräneartige Kopfschmerzen. Behandlung: schmerzlindernde Medikamente vom Arzt und Wärmebehandlungen wie Fango. Mit Vorbehalt auch Chirotherapie, dabei werden durch leichte Überdehnung Blockaden gelöst.
Morbus Scheuermann: Eine genetisch bedingte Verknöcherungsstörung der wachsenden Wirbel, vor allem im Brustbereich. Symptome: Die Wirbelsäule ist druck- und schmerzempfindlich. Die Rückenmuskulatur verspannt, die Haltung ist schlecht - Rundrücken und hängende Schultern. Diese Symptome treten meistens zwischen dem 11. und dem 15. Lebensjahr auf. Behandlung: intensive Stärkung der Rückenmuskulatur, kein langes Stehen und Sitzen.
Skoliose: Eine seitliche Krümmung und Verdrehung der Wirbelsäule. Behandlung: In schwersten Fällen ist eine OP nötig, falls zum Beispiel Atmung und Herzleistung gestört sind. Ist ein verkürztes Bein oder eine Beckenfehlstellung die Ursache, helfen Einlagen. Immer zu empfehlen ist gezielter Muskelaufbau.