1. Was ist die häufigste Ursache für Rückenschmerzen?
- Wirbelsäulenverkrümmung
- Verrenkungen, z. B. durch Sturz, plötzliche Dreh- oder Bückbewegungen.
- Bandscheibenschaden oder Bandscheibenvorfall.
- Fehlhaltungen und einseitige Belastung mit nachfolgenden Muskelverspannungen.
- Stress mit Verspannung der Rückenmuskulatur.
- Wirbelbruch, z. B. durch Osteoporose.
2. Was kann ich dagegen tun?
- Zunächst Wirbelsäule entlasten. Flach liegen und die Beine mit einer Unterlage (z.B. Kissen) unter den Knien anwinkeln.
- Warm halten und Rückenmuskulatur entspannen. Bettruhe sowie Rheumabäder oder -packungen sind sehr wohltuend. Wärmewirksame Salben anwenden. Entzündungshemmende und leicht schmerzstillende Salben auftragen.
3. Wann muss ich zum Arzt gehen?
- Wenn es zu Muskelschwäche, Lähmung, Gefühllosigkeit oder tauben Stellen an der Haut oder zu anderen Ausfallerscheinungen (z.B. Stuhl- oder Harnproblemen) kommt. Dann sofort einen Arzt aufsuchen!
- Wenn die Schmerzen sehr stark sind oder nicht nachlassen.
- Wenn Sie starke Bewegungseinschränkungen haben, z. B. den Kopf nicht mehr drehen oder sich nicht mehr bücken können.
- Wenn der Verdacht auf einen Wirbelbruch besteht.
4. Was kann mein Arzt tun?
- Verordnen von stärkeren Schmerzmitteln bzw. entzündungshemmenden Medikamenten.
- Verordnen von Medikamenten zur Muskelentspannung.
- Verordnen von physikalischen Maßnahmen, z. B. Krankengymnastik, Massagen, Wärmeanwendungen oder Reizstrombehandlung.
- Chirotherapeutische Maßnahmen (Mobilisieren der kleinen Wirbelgelenke).
- Diagnose eines Bandscheibenvorfalls und Einleiten von entsprechenden Maßnahmen, notfalls Operation.
- Diagnose einer anderen Erkrankung und entsprechende Therapie.
5. Wie kann ich mich gegen Rückenschmerzen schützen?
- Übergewicht vermeiden.
- Aufrechte Haltung einnehmen.
- Beim Bücken in die Knie gehen.
- Beim Heben darauf achten, dass nicht der Rücken, sondern die Oberschenkel die Hauptarbeit leisten.
- Bei sitzender Tätigkeit für optimale Sitzverhältnisse und ausreichende Entspannungspausen sorgen.
- Wechseln Sie, sooft es geht, vom Sitzen zum Stehen. Bewegung ist wichtig, gerade bei überwiegend sitzender Tätigkeit.
- Auch beim Schlafen den Rücken nicht vergessen (gut gepolsterte Matratze, Nackenstützkissen).
- Regelmäßig Rückengymnastik oder Schwimmen. Kein Tennis, Squash, Badminton, Rudern.
- In speziellen Kursen (z.B."Rückenschule") kann rückengerechtes Verhalten erlernt werden.