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Venentraining fürs Büro

Langes Sitzen begünstigt Rückenbeschwerden – aber auch Besenreiser und Krampfadern. Üben Sie daher venenfreundliches Sitzen und nutzen Sie jede Möglichkeit, Ihre Beine zu bewegen, zum Beispiel in der Mittagspause.

Wie sieht es für gewöhnlich unter Ihrem Schreibtisch aus? Haben Sie Ihre Beine übereinandergelegt, gar verschränkt und stark angewinkelt? Oder sitzen Sie breitbeinig auf dem Stuhl, mit den Fußsohlen fest auf dem Boden verankert?

Krampfadern durch falsches Sitzen
Meistens denken wir nur an den Rücken, wenn wir über unsere Sitzhaltung reden. Doch auch die Beine haben Aufmerksamkeit verdient. Denn gerade die Beine können bei einer ungünstigen Sitzhaltung Schaden nehmen. Das Übereinanderschlagen quetscht die Blutgefäße ab - und auch die Venen. Neben Besenreisern drohen dann Krampfadern – auch schon in jungen Jahren. Das ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern häufig auch ein medizinisches.

Zu Krampfadern kommt es, wenn sich das Blut in den Venen staut. Die Venen können dann die ihnen zugedachte Aufgabe nicht mehr so erledigen, wie sie es sollten: das verbrauchte Blut zum Herzen zurückpumpen. Weil das Blut nicht mehr zügig genug zum Herzen zurückfließt, wird Wasser aus den Venen in das umliegende Gewebe gepresst. Es drohen Wasseransammlungen, also Ödeme, in den Beinen und im Extremfall Thrombosen sowie „offene“ Beine.   

Problem für Frauen und Männer
Wer einmal den Blick unter die Schreibtische unserer Büros wagt, wird schnell feststellen, dass nicht nur Kolleginnen die Beine beim Sitzen verschränken, sondern auch viele Kollegen. Gesundheitsgefahren drohen daher beiden Geschlechtern. Tatsächlich leiden inzwischen auch viele Männer unter Venenproblemen. Und meistens gehen sie viel später zum Arzt, als Frauen. Schöne und damit gesunde Beine sind den Frauen ganz offensichtlich wichtiger als den Männern. 

So halten Sie Ihre Venen fit 

  • Venenfreundliches Sitzen
    Achten Sie bewusst auf eine venenschonende Sitzhaltung: Vermeiden Sie es, Ihre Beine übereinander zu schlagen. Jeder Mensch macht das hin und wieder reflexartig. Sie werden sich wahrscheinlich immer wieder dabei ertappen, dass Sie mit überkreuzten Beinen dasitzen. Ärgern Sie sich nicht! „Entwirren“ Sie statt dessen Ihre Beine. Je öfter Sie mit unverschränkten Beinen dasitzen, umso besser.
     
  • Venenfreundliche Möbel
    Vermeiden Sie harte Stuhlkanten. Ideal zum Sitzen sind nach vorne gewölbte und gepolsterte Büromöbel.
     
  • Venengymnastik für zwischendurch
    Wenn Sie länger am Stück sitzen müssen: Bewegen Sie Ihre Beine zwischendurch immer mal wieder. Wippen und kreisen Sie mit ihnen. Strecken Sie die Beine aus und die linke Fußspitze vom Körper weg. Ziehen Sie gleichzeitig die rechte Fußspitze heran - und umgekehrt.
     
  • Venenpumpe aktivieren
    Jede Bewegung und vor allem das Gehen entlastet die Venen. Denn dabei pumpen die Wadenmuskeln das verbrauchte Blut zurück zum Herzen – die so genannte Venenpumpe. Gehen Sie daher so viel wie möglich: Wenn Sie sich mit einem Kollegen abstimmen müssen, dann gehen Sie auch mal zu ihm ins Büro, statt immer nur zum Telefon zu greifen. Und machen Sie in der Mittagspause einen kleinen Spaziergang.
     
  • Venenfreundliche Schuhe
    Stehen schadet den Venen ebenfalls. Wenn Sie im Stehen arbeiten müssen, dann achten Sie auf bequeme und flache Schuhe. Denn nur wenn der Fuß bei jedem Schritt richtig abrollen kann, wird die Venenpumpe richtig aktiviert. Und bleiben Sie nicht wie angewurzelt an einem Fleck stehen, sondern bewegen Sie sich und wechseln Sie immer mal wieder Ihre Position. 

Weitere Informationen zum Thema Venen-Gesundheit und viele praktische Übungen für die Venen finden Sie auf den Internet-Seiten der Deutschen Venen-Liga: www.venenliga.de