Faszien sind Kraftwerke der Natur

Johannes Fetzer zeigt einer Patientin Uebungen

Faszien finden sich überall in unserem Körper. Die kollagenhaltigen Bindegewebsfasern umhüllen und durchziehen unsere Muskeln. Als Netzwerk verbinden sie sich aber auch mit weiteren Strukturen des Körpers wie Sehnen, Bändern und Gelenkkapseln. Je nach Definition kann man die Gesamtheit des Bindegewebes als Faszie bezeichnen oder auch einzelne Teile wie die Muskel- oder die oberflächliche Körperfaszie. Fakt ist: Das gesamte Bindegewebe steht in Verbindung miteinander und beeinflusst sich - von oben nach unten und von innen nach außen. Im Training sind die Faszien jedoch lange Zeit vernachlässigt worden.

Faszien bestehen aus Zellen, Fasern und extrazellulärer Matrix (Flüssigkeit). Sie verfügen über die Fähigkeit, sich der jeweiligen Beanspruchung sehr gut anpassen zu können. Durch Änderung der Zusammensetzung der Zell-Faser-Flüssigkeit werden Faszien fest und rigide oder elastisch und geschmeidig. Dieser Zustand wiederum beeinflusst ihre Funktion. Eine elastische, geschmeidige Faszie nimmt wie ein Kraftwerk Energie auf und setzt sie wieder frei, dadurch entsteht ein Katapult-Effekt und die Kräfte werden mit geringem Energieaufwand weitergeleitet. Die weiten Sprünge von Kängurus und Gazellen beruhen auf der Funktionsweise.

Bei Messungen wurde festgestellt, dass die Kraftentfaltung zu 20-30 Prozent über die Muskeln und zu 70-80 Prozent über die Faszien erfolgt. Und je elastischer die Faszien sind, desto mehr Kraft können sie erzeugen und übertragen. Dies ermöglicht eine größere Kraftentfaltung und ökonomischere Bewegungen, da die Faszie im Vergleich zum Muskel weit weniger Energie verbraucht, um Kräfte zu speichern und wieder frei zu setzen. Hinzu kommt, dass bei geschmeidigen Faszien die Gefahr von Verletzungen wie Bänderrissen, Muskelzerrungen oder Sehnenreizungen, die sich alle im Bindegewebe abspielen, verringert ist.

Faszien können verkleben

Leider aber neigen Faszien zum Verkleben und Verfilzen. So werden durch Bewegungsmangel, Fehl- und Überbelastungen, falsche Ernährung (zum Beispiel zu wenig Flüssigkeit) und Stress nach und nach die Fasern des Bindegewebes kaum noch dehnbar. Dies hat zur Folge, dass die Faszie unelastisch und weniger geschmeidig ist. Der Grundtonus im Gewebe steigt, der Verlust der Gleitfähigkeit grenzt den Bewegungsspielraum von Muskulatur und Gelenken ein. Dadurch drohen Verletzungen. Auch bei bestehenden Verletzungen ist ein gutes Fasziengewebe hilfreich. Denn ein aktiverer Zellstoffwechsel verbessert den Heilungsprozess. 

Gezieltes Training

Um die Faszien in einen guten Zustand zu versetzen und den Körper geschmeidig und schmerzfrei zu machen, ist ein gezieltes und ausdauerndes Training erforderlich. Im Vordergrund steht dabei, die Erneuerung des Bindegewebes zu stimulieren und nach sechs bis 24 Monaten starke und geschmeidige Faszien zu erhalten. Ziel ist der Aufbau und Erhalt eines gesunden wellenförmigen Fasziengewebes.

Anleitungen dazu, wie Sie ihre Faszien auf Vordermann bringen, finden Sie hier.

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