Ernährungsmärchen: Margarine ist gesünder als Butter

Butter hat einen schlechten Ruf: Das tierische Fett soll den Cholesterinspiegel erhöhen und dick machen. Viele, die auf eine gesunde und kalorienbewusste Ernährung achten, greifen daher lieber zu Margarine. Doch Margarine ist nicht per se gesünder. Und beim Abnehmen hilft das pflanzliche Fett auch nicht unbedingt. 

Butter ist reich an Cholesterin - genauso wie jedes Ei. Und ein zu hoher Cholesterinspiegel erhöht beim Menschen das Risiko für Arterienverkalkungen und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Deswegen, so dachte man lange, müsse man einfach nur weniger Cholesterin zu sich nehmen, um den entsprechenden Körperwert in den Griff zu bekommen. Doch das ist falsch. 

Butter: Nur minimaler Einfluss auf den Cholesterinspiegel 

Vielmehr ist Cholesterin auch ein lebenswichtiger Stoff. Die Substanz erfüllt wichtige Aufgaben beim Bau der Zellen und ist ein Ausgangsprodukt für viele Hormone und das Vitamin D. Deswegen produziert der Körper ständig selbst Cholesterin. Und kommt über die Verdauung ein besonders cholesterinhaltiger "Brocken" in den Körper, drosselt der Organismus seine "interne Cholesterinfabrik". Bei gesunden Menschen funktioniert dieser Mechanismus hervorragend, so dass selbst eine sehr butter- und eihaltige Ernährung den Cholesterinspiegel nur um maximal zwei Prozent verändert. Das belegt eine Langzeitstudie der Harvard-Universität in den USA. Als gesunder Mensch brauchen Sie daher nicht auf die Butter zu verzichten, nur weil da Cholesterin drin steckt! 

Auch zum Abnehmen ist Margarine nicht unbedingt im Vorteil. Denn sowohl Butter als auch Margarine liefern die gleiche Kalorienzahl: Pro 100 Gramm sind es etwa 750 Kilokalorien. Margarine hat sogar in der Theorie einen leichten Nachteil: Denn Margarine enthält in der Überzahl langkettige Fettsäuren. Um diese langkettigen Fettsäuren verwerten zu können, muss der Körper aber erst Arbeit verrichten: Er muss sie aufspalten. Ist sonst genügend Nahrung vorhanden, spart sich der Körper diese Arbeit und lagert die langkettigen Fettsäuren lieber als Fettpolster ein. 

Butter: Schneller Energielieferant 

Butter hingegen besteht eher aus kurzkettigen Fettsäuren, die ideal für eine sofortige Verbrennung sind. Wer sich also Proviant für eine anstrengende Bergwanderung mitnimmt, ist mit einem Butterbrot bei einer plötzlichen Hungerattacke besser versorgt als mit einer Margarineschnitte. Für die Mahlzeit am Abend zuvor wäre aus dieser Sichtweise wiederum die Margarine die bessere Wahl. Denn damit können Sie Ihren Energie-Akku für den kommenden Tag besser aufladen. 

Dieser Unterschied ist aber eher nur theoretischer Natur. Im täglichen Leben dürften sich die Effekte gegenseitig aufheben. Und da die meisten Menschen Margarine ganz automatisch weniger kräftig aufs Brot schmieren, nimmt man mit Margarine in der Regel insgesamt weniger Kalorien zu sich. 

Problem Transfette 

Eine zeitlang war Margarine auch wegen der darin enthaltenen Transfette in der Kritik. Denn bei der Härtung der flüssigen Pflanzenöle - also der Margarineherstellung - können Transfette entstehen. In diversen Studien hat sich gezeigt, dass Transfette besonders schnell zu Übergewicht und Fettpölsterchen führen. Außerdem stehen Transfette im Verdacht, Insulinresistenzen und andere Fehlfunktionen im Körper zu begünstigen. 

Zwar enthält Butter auch einen erheblichen Anteil an Transfetten. Als besonders problematisch gelten jedoch die Transfette, die sich bei der künstlichen Härtung bilden. Inzwischen ist es jedoch möglich, Margarine herzustellen, ohne dass sich solche Transfette bilden. Hochwertige Margarinen sind frei von solcherlei schädlichen Nebenprodukten. Gerade beim Margarinekauf lohnt es sich daher, auf Qualität zu setzen und lieber ein paar Cent mehr zu bezahlen. 

Geschmack entscheidet 

Ansonsten macht es aus medizinischer Sicht keinen großen Unterschied, ob Sie zu Butter oder Margarine greifen. Probieren Sie beides aus - und lassen Sie Ihren Geschmack entscheiden. 

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